Heute war unser letzter Tag in Stockholm. Erneut hieß es Abschied nehmen von einer Stadt/einem Land, das uns sehr gut gefallen hat.
Es war völlig anders als Polen, das uns ebenfalls als ein sehr angenehmes Land in Erinnerung bleibt, aber dennoch wunderschön.
Besonders gefallen hatte uns die offene hilfsbereite Art der Schweden und vor allem die Kinder- und Familienfreundlichkeit. Hier besonders, wie viel Stockholm in Kinder und Familien investiert. Von dem Kinderwagen-freundlichen Busen und U-Bahnen angefangen bis hin zur Infrastruktur mit der Kinderbibliothek, die wir gestern besucht hatten bis zu einer Unzahl an Spielplätzen.
Und um dies nochmals unter Beweis zu stellen, fanden wir zwischen unserer Wohnung und dem größten Supermarkt (ICA) in unserer Umgebung einen wunderbaren Spielplatz mit Rutschen, Schaukeln, Tunnel, Spielzeugautos, auf dem KUSCHELMAUS und WUSEL sicher Stunden hätten verbringen können.
Aber heute hieß es ja Abschied nehmen, einschließlich (vor allem Spielsachen) aufräumen, Rucksäcke packen und letzte Einkäufe für unsere Weiterfahrt machen. Etwas Zeit haben wir den beiden aber dennoch gegönnt, so dass sie wenigstens die Großzahl der Spielsachen ausprobieren konnten.
Danach gings bei Mariatorget in ein Restaurant zum Mittagessen. Ein schickes kleines Restaurant mit einer Tageskarte von fünf zum Teil französischen Gerichten (Croque Monsieur und Chèvre chaud).
Wir wählten innen einen Platz, weil wir glaubten, dass wir dort ungestörter seien. Aber weit gefehlt. Denn kurz drauf ging ein Sommergewitter runter und alle flüchteten nach Innen.
Wir flüchteten dann ebenfalls. Denn wir mußten unsere Sachen aus der Wohnung noch holen, so dass es dann im Hurra durch den Regen ging. Während sich WUSEL eher tief in den Quinny kuschelte, zeigte sich KUSCHELMAUS erneut als Wasserratte und sprang und lief im Regen rum, fast wie Gene Kelly bei "Singing in the Rain".
Den Nachmittag verbrachten wir dann in der Stockholmer City: Shopping Center AHLENS und dann erneut im KULTURHUSET, um dort im fünften Stock in aller Ruhe den Gouter einzunehmen.
So verging die Zeit, bis wir plötzlich merkten, wie spät es war. Und die Fähre nach Tallinn wartet ja nicht.
Also:
- Im Galopp zum Hauptbahnhof (dort hatten wir in einem Schließfach unsere Rucksäcke verstaut).
- Rucksäcke aus dem Schließfach nehmen, aber leider vergessen, den Coupon mit dem 9-stelligen Zahlencode mitzunehmen.
- Die Zeit rennt, etwas Panik kommt auf.
- Erneut großes Lob an Schweden: Bei den Schließfächern gibt es Mitarbeiter, die äußerst hilfsbereit sind und uns das Schließfach ohne großen Formalismus öffneten. Durch den i-Pad mit derzeit 1986 Fotos war es auch möglich uns auszuweisen.
- Dann zur U-Bahn. Nächste Bahn Richtung Fähre in sieben Minuten. Das geht.
- Noch ein kurzer Fußweg zur Fähre, und dann eingecheckt.
Geschafft !! Das war genug Adventure für heute.
Dafür dann die Belohnung auf der Fähre.
Wir hatten eine Familiencabine gebucht. Das heißt bei fünf Personen: Doppelkabine. Luxus.
Und allgemein. Diese Fähre Stockholm-Tallinn ist kein Vergleich zur Fähre Danzig-Nynäshamn.
Sie erinnert eher an ein Kreuzfahrtschiff: schönere Ausstattung, mehrere Restaurants, Bars, Disco, Jazz in der Piano-Bar, Pub mit Gitarrist, Starlight-Palace mit Pop-Rock-Band, tolles Buffet beim Abendessen.
Dazu fuhren wir ca. drei Stunden durch einen Art Fjord, bis wir etwa das Meer erreichten. Tolle Landschaft inklusive, was ebenfalls Kreuzfahrt-Stimmung aufkommen ließ.
Und auch KUSCHELMAUS und WUSEL hatten beim Abendessen (es gab ein stattliches Dessert-Buffet, natürlich mit Eis), in einem Spielebereich und im Star-Palace beim Tanzen ihren Spaß.
Totmüde und vor allem SIE etwas traurig, dass wir nicht die Nacht zum Tag machen können, fielen wir in unsere Betten.
Denn Morgen früh ist bereits für ca. sieben Uhr Frühstück gebucht (Estland-Zeit, das heißt sechs Uhr mitteleuropäische Zeit). Also, schnell schlafen.






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