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Das deutsch-französische Blog einer reisenden Familie

01/08/2014

Tallinn - Baltischer Markt und City Train

Dem nördlichsten Ziel unserer Reise - Tallinn - wollten wir uns zuerst über die Einkaufsmöglichkeiten nähern. Gestern haben wir ja einen quasi Wocheneinkauf in einem Rimi-Supermarkt (hat große Ähnlichkeit zu einem deutschen Netto-Markt) gemacht, und heute wollten wir das fehlende Obst und Gemüse auf dem Baltischen Markt ergänzen.

Da sich unsere Wohnung auf dem Domberg befindet, stellte sich natürlich die Frage, wie man am besten dorthin gelangt. Wir entschieden uns natürlich nicht für den Hauptweg, der (gepflastert) um den Domberg herumführte, sondern für einen (laut Karte) direkteren Weg entlang der Stadtmauer.

Er hatte auch keine Treppen, was für unseren Quinny-Kinderwagen sehr gut war, aber er gestalte sich mehr und mehr als ein Art Pfad durch Gebüsch und auch hie und da Brennnesseln. Aber das sollte in gewissen Maßen ja auch ein Abenteuer-Urlaub sein. Also weiter.

Da der Quinny mit WUSEL nicht mehr zu drücken war, mussten die beiden großen Zwerginnen laufen. Sah lustig aus, ein wenig wie Hänsel und Gretel.

Im Baltischen Markt dann angekommen, erwartete uns ein Markt, wie wir sie bereits in Polen (Torun) kennen gelernt haben. Kleider (zumeist Second Hand), Krimskram, Antiquitäten (oder Plunder, je nach Ansicht), aber auch Obst, Gemüse, Wurst, Fleisch und alle anderen möglichen Lebensmittel.

Wir fanden alles für ein Letscho, das wir Sonntag zubereiten wollen, und alles an Obst, das wir für Desserts und Gouters benötigen.

Es ist schon komisch auf einem solchen Markt mit Euro zu bezahlen, bei dem die zumeist nur russisch-sprechenden Verkäufer und Verkäuferinnen in der Regel kein Englisch sprechen. Aber Estland gehört ja zur Euro-Zone.

Auf dem Heimweg nahmen wir den Hauptweg. Selbst KUSCHELMAUS meinte, dass wir den "schwierigen" Weg nicht mehr nehmen sollten.

Und dann noch etwas Tourismus-Shopping. Wir hatten nämlich auf "unserem" Weg einen kleinen Laden entdeckt, der unter anderem typische estnische Strickwaren anbietet (ok, die gibt es überall in Tallinn, aber die hier haben uns irgendwie besonders gut gefallen). Und wir fanden für KUSCHELMAUS und WUSEL jeweils eine hübsche Strickweste:

Jetzt überlegen wir, vielleicht ein Paket Richtung Heimat zu senden, um die "alten" Westen (und vielleicht weitere Shopping-Trophäen - schließlich soll Estland eine Topadresse bzgl. Designern sein) nicht mit uns rumzuschleppen.

- Mittagessen zu Hause;

- Siesta für die Zwerginnen;

- SIE auf Tallinn-Entdeckungstour: die Jagd war erfolgreich, erste Trophäe erarbeitet, Überlegung bzgl. Paket abgeschlossen.

Danach eine erste Touri-Tour durch Tallinn:

Begonnen wurde diese durch ein Gouter in einem Cafe, das uns gestern auf unserem Weg zum Supermarkt aufgefallen war. Maiasmokk Cafe. Sehr schick!!! Es handelt sich um den ehemaligen Verkaufsraum einer Schokoladen- und Marzipan-Manufaktur. Der Raum ist seit über 100 Jahren unverändert.


Wir kauften für uns einige (eher Zwerinnen- taugliche) Teilchen. Sehr lecker!!! Der Finger auf dem Bild gehört WUSEL: " ich, ich, ich!!!!!!"

Danach dann das heutige Highlight für die beiden großen Zwerginnen. Eine Tour mit einer kleinen Sightseeing-Eisenbahn durch Tallinn.


War wirklich nett. Auch wenn keine Erklärungen dabei waren, bekamen wir so einen schönen Überblick über die Altstadt von Tallinn. Auch wenn es schwierig war, zu fotographieren.

Und KUSCHELMAUS und WUSEL waren ebenfalls begeistert. Erstens ratterte die Bahn nur so über die Tallinner Kopfsteinpflaster und zweitens - Hauptgrund - bekam jede ein kleines Fähnchen geschenkt, mit dem sie allen Passanten zuwinken konnten.

Abschließend auf dem Nachhauseweg machten wir noch einen Abstecher zu einer Aussichtsterasse unterhalb der Burgmauer. Gab schöne Fotos von der Tallinner City, die sich neben der Altstadt befindet.

Und auf dem Burgmauer-Rundgang befindet sich ein Restaurant. Echt nett. Gab Lust auf ein Candlelight-Diner zu zweit. Gibt also Lust nach Tallinn nochmals zurückzukehren.

 

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